Am 1. April brachte der Freitag nochmal Eis und Schnee – aber am Sonntag strahlte die Sonne vom Himmel. Es war zwar kalt, aber fahrbar. Und so verabredete sich spontan eine kleine Gruppe von Oldtimerfreunden, zur Saisoneröffnung in die Klassikstadt Frankfurt zu fahren. Hilfreich dabei war die neue WhatsApp-Gruppe der Oldtimerfreunde. Um 11 Uhr trafen sich die vier Autos vor dem Admira-Center in Goldbach. Ein Opel GT, ein Mercedes 280 CE, ein Daimler Sovereign Serie 1 und ein Mini zeigten unterschiedliche Größen und Epochen der Automobilgeschichte. Weitere Oldtimerfreunde fuhren direkt zur Ausstellung. Über die A 45 / A 66 ging es bei wenig Verkehr in den Frankfurter Osten. Die Klassikstadt befindet sich in einem monumentalen Fabrikgeschossbau aus dem Jahre 1910 – ursprünglich gebaut für die Landmaschinenfabrik Mayfarth. Die Fabrikanlage beeindruckt durch die komplett erhaltene historische Backsteinfassade mit wunderschönen Bogenfenstern. Gemeinsam mit weiteren ausdrucksstarken Nebengebäuden, einer großzügigen Außenanlage und einer Grünfläche bildet das Areal von ca. 20.000 qm ein eindrucksvolles Ensemble. Und voll war es auch. Offenbar hatten sich viele Freunde alten Blechs auf diesen Tag gefreut und waren einfach mal losgefahren. Also gab es auf dem gut gefüllten Gelände auch viele interessante Zeugen der Automobilgeschichte zu sehen. Allein vier Bentley S 1 von Ende der 50er Jahre des vorigen Jahrhunderts waren lautlos herbeigerollt.Es war wirklich eine bunte Mischung, nicht nur die üblichen 911er Porsche und Mercedes-Pagoden. Im Inneren waren wie immer die Fahrzeuge der Händler und die aufbewahrten Kundenfahrzeuge zu sehen. Schon beeindruckend, wenn man den Gegenwert von 2 Millionen Euro verpöackt in eine Karosserie vor sich stehen sieht. Wenig beeindruckend war dagegen die Automobilia-Börse – nur eine kleine dunkle Halle. Aber auf dem großen Gelände traf man Freunde und Bekannte aus anderen Clubs – und das ist nach der Winterpause auch sehr schön. Insgesamt eine gute Idee, auch mal spontan zu starten. Text und Fotos: Rüdiger Bonneß